Eine Kaffeekanne, ein Umschlag und 2 Konten – So verwalten wir unser monatliches Familienbudget

Budgetplanung für Familien

Das mit dem Haushaltsbudget für eine 5-6 köpfige Familie ist ja so eine Sache. Angeblich "unvorhergesehene Ereignisse" werden bei "Auto klingt komisch", "Spülmaschine trocknet nicht mehr", "Ich bin auf einen Kindergeburtstag eingeladen.", "Ich auch." irgendwie eher selten selten, stattdessen sehr real und fast selbstverständlich.

Damit die Haushaltskosten für die Familie nicht ebenso unvorhergesehen steigen und sinken, haben wir begonnen, unsere monatlichen Ausgaben und Einnahmen in einer Excel-Liste zu pflegen. Wir haben ein System entwickelt, um unser monatliches Haushaltsbudget aufzuteilen. Damit bleibt Geld für Fixkosten, variable Kosten, Rücklagen, Sparbeträge, eventuelle Kosten und persönliche Ein- und Ausgaben..

Wir verwenden dafür, neben unseren persönlichen Konten, einen Briefumschlag, eine Kaffeekanne und 2 Konten. 

UPDATE: Wir verwenden mittlerweile 4 Briefumschläge..

Wollt ihr mehr darüber erfahren? Dann wünsche ich euch viel Spaß bei diesem Artikel!

Monatsbudget für Familien mit Kindern (1)

Geld für Lebensmittel & Tanken

Direkt am Monatsanfang heben wir den Betrag für unsere monatlichen Lebensmittelausgaben und die Tankkosten vom Konto ab, teilen diesen durch die Anzahl der Wochen und verteilen diesen auf einen Briefumschlag je Woche. Da wir den Schulkindern meistens eigenes Mittagessen mitgeben und auf teures Schulessen verzichten (Ja, Papa, das Essen bleibt warm, denn wir nutzen solche Thermoboxen*... ;-)), sind auch diese Ausgaben hier mit enthalten.

Vorteil 1: Wenn wir einkaufen gehen, nehmen wir ausschließlich Bargeld mit. Wir sind also von vornherein daran gebunden, nicht mehr einzukaufen, als wir an Bargeld mithaben.

Vorteil 2: Zwischendurch- und Spontaneinkäufe gibt es fast nicht mehr.

Vorteil 3: Der Blick in den Briefumschlag verrät ziemlich schnell, wie viel Geld unserer Familie für die restliche Woche zur Verfügung steht.

Wieviel Ausgaben für Lebensmittel im Monat (1)

Geld sparen für den Familienurlaub

Einen Familienurlaub aus dem laufenden Monatsbudget zusätzlich zu bestreiten ist vermutlich für die wenigsten von euch selbstverständlich.

Wir haben ein eigenes Konto eröffnet, welches ausschließlich dazu dient, Geld für den Familienurlaub anzusparen.

Dafür haben wir abgeschätzt, wie viel ein Urlaub für 2 Erwachsene und 4 Kinder durchschnittlich kostet und diesen Betrag durch 12 geteilt.

Dieser Betrag wird monatlich auf dieses Konto eingezahlt und zwar auch direkt am Monatsanfang, frei nach dem Motto: "Bezahle dich selbst zu erst." Dabei zahlt jeder von uns anteilig aufgrund seines Einkommens ein. Den Anteil lassen wir uns in der Haushaltsplan Vorlage ausrechnen.

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Als Urlaubskonto nutzen wir gerade ein Tagesgeld-Konto der DIBA. Ich bin aber am überlegen, ob ich das Ganze nicht doch noch irgendwo durch ein paar Miniprozente mehr Zinsen verschönern könnte.

Bei Neueröffnung eines Tagesgeldkontos bei der DIBA gibt es aktuell übrigens 1% Zinsen für die ersten 4 Monate*.

Und bei comdirect erhaltet ihr 100€ als Willkommensgeschenk und dann 24 Monate lang je 2€ Kontogutschrift*! (Wir haben das genutzt und es hat problemlos funktioniert!)

Eine Übersicht der aktuellen Festgeld- und Tagesgeld-Zinsen verschiedener Banken findet ihr bei Zinspilot*.

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Was kostet ein Urlaub für Familien mit 4 Kindern (1)

Geld für Geburtstagsgeschenke und Autoreparaturen

Ich sags euch; Kinder werden erst dann teuer, wenn sie Freunde haben und in die Schule gehen 😅. Ein Kindergeburtstag hier, eine Klassenfahrt da, eine Herbstparty dort und ein Schulbuch auch noch zwischendurch. Wenn ihr Eltern seid, dann kennt ihr das bestimmt.

Wir wollten ungern von unserem monatlichen Haushaltsbudget für Lebensmittel & Co. auch diese Ausgaben mittragen müssen. Das würde uns die Kalkulation ziemlich durcheinander wirbeln.

Aus diesem Grund haben wir ein weiteres Tabellenblatt in unserer Excel-Tabelle erstellt. Dort haben wir alle Kosten gesammelt, die so im Laufe des Jahres anfallen können, also:

  • Rücklage Sommerreifen
  • Rücklage Winterreifen
  • Klassenfahrten
  • Autowartung
  • Schulbücher
  • Geburtstagsgeschenke
  • Weihnachtsgeschenke
  • Ostergeschenke
  • Essen & Getränke für Familienfeste
  • Reiterferien
  • Geburtstagsgeschenke für Freunde, Familienangehörige, etc.
  • Puffer für neue Haushaltsgeräte
  • etc.

Wie auch bei der Urlaubsrücklage haben wir diesen Betrag durch 12 geteilt und einen monatlichen Betrag errechnet, der dieser ganze Spaß so kosten wird. Wow. Das musste erst einmal sacken. Nützt ja aber nichts, denn all das ist dennoch wichtig und ja auch mit schönen Erlebnissen und auch sinnvollen Investitionen verbunden.

Wir haben auch hierfür ein neues Konto eröffnet und monatlich fließt unsere Rücklage dort hinein.

Am Ende bringt uns das ein gutes Gefühl, da wir nicht beispielsweise kurz vor Weihnachten in Schnappatmung geraten bei den Gedanken an Weihnachtsbaum, -essen, -geschenke, -feiern, etc.

Haushaltsbudget Vorlage

Erstellt euer Familienbudget mit unserer MS Excel Vorlage.

Finanzplanung für Familien mit Kindern (1) (1)

Was am Ende des Monats übrig bleibt

Fehlt noch die Kaffeekanne. Die existiert wirklich und steht bei uns in der Küche. Ca. einmal in der Woche kommt da das gesamte Kleingeld aus unseren Portemonnaies hinein. Kennt ihr diese Gelüste zwischendurch? "Ach, lass uns heute Pizza bestellen, das wär so lecker.", "Wollen wir heute vielleicht ins Kino?" oder "Ich habe da eine neue Windjacke gesehen, hach, vielleicht will ich die haben".

Solche Gedanken haben wir natürlich auch. Dann überlegen wir, ob wir darauf eingehen oder nicht. Und immer, wenn wir darauf verzichten, packen wir den nicht ausgegebenen Betrag (unsere Opportunitätskosten quasi) in die Kaffeekanne und sammeln so unseren Notgroschen an.

Probiert es aus! Ihr werdet staunen, was da so zusammenkommt.

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kleingeld sparen als familie mit kindern (1)

Update: Unser Depot

Seit November 2018 haben wir nun auch ein Depot bei comdirect*, haben einige Aktien gekauft und ETF-Sparpläne eingerichtet. Dieser Betrag geht ziemlich am Anfang des Monats von unseren privaten Konten ab. Dazu aber mehr in einem weiteren Blog-Beitrag.

Fazit

Die Haushaltskosten für Familien sind hoch und meistens leider bestimmt durch unvorhergesehene Ereignisse. Die meisten davon sind ja aber doch vorhersehbar, daher macht es Sinn, diese von vornherein im Familienbudget einzuplanen.

Ich gebs zu: Ich bin ein Excel-Freak 🙂 Daher finde ich unsere Lösung mit der Familienbudget Excel-Tabelle echt super praktisch!

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Wie plant ihr eure monatlichen und vor allem auch jährlichen Haushaltskosten? Habt ihr ein Urlaubskonto oder eine Kaffeekanne?

Lasst es mich wissen!

Happy familienliving!
🍀 Marlis

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Und wenn ihr Geld im Internet verdienen wollt ohne zuerst Geld ausgeben zu müssen, dann lest euch meinen dazu passenden Blog-Beitrag durch: Geld verdienen im Internet ohne Startkapital

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5 Kommentare

  1. Hallo, das klingt echt gut durchdacht. Nur bin ich schon überfordert wenn ich überlegen soll was so alles an Restposten noch dazu kommt. Kannst du mir ne ungefähre Zahl nennen die ihr so zurücklegt für Auto, Geschenke usw.
    Nur grob überschlagen 🙏😁 wir sind 2 Erwachsene und 2 Kinder, der Große zählt nimma mit.
    Viele Grüße
    Karin J.

  2. Hallo Ede, vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, eine gemeinsame Basis ist sicherlich die größte Herausforderung. Abgleichen, was einem als Familie wichtig ist und schauen, was denn die gemeinsamen Nenner bei den einzelnen Wünschen und Träumen sind. Vielleicht hilft es, gemeinsame (finanzielle) Ziele aufzuschreiben und von jedem Familienmitglied unterzeichnen zu lassen. Als Familienvereinbarung sozusagen. Das mit der Budgetierung finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Genau das machen wir ja mit der Vielzahl an Konten auch. Ich sehe nämlich sonst die Gefahr, dass z.B. für den Urlaub zu wenig Geld übrig bleibt, wenn mehr Geld für Geschenke oder Reparaturen „draufgeht“. Durch das zusätzliche Urlaubskonto haben wir für uns eine Priorität gesetzt.

  3. Hmm…das sind grundsätzlich gute Tipps. Aber mir ist das ein wenig zu anstrengend. Warum nicht gleich den größtmöglichen Betrag auf ein Extrakonto als Sparbetrag weglegen? Jede einzelne Eventualität einzuberechnen – da frustiert doch wenn das Buget angespannt ist.

    Ein weiterer Punkt den ich wichtig finde, ist das finanzielle „Fingerpointing“ interhalt der Familie (gerade bei Teenagern!). Was kann man dagegen tun?

    Ich experimentiere hier mit der Bugetierung der einzelnen Kostengruppen wie z.B. Kleidung, Urlaub, Freizeit. Ja, da macht man sich unbeliebt – aber es ist dafür für alle gleich schmerzhaft. Auch das Konto mal in den roten Bereich laufen zu lassen, hilft bei der Haushaltsdisziplin 🙂

    Aber man muss es auch mal klar sagen: wenn das Geld knapp ist, stellen sich gerne unschöne Situationen innerhalb der Familie ein.
    Wichtig finde ich, ein Haushaltsbuch zu führen. Das entlarft schnell „gefühlte“ hohen Ausgaben mit echten hohen Ausgaben. Und – jedes Familienmitglied spart natürlich am liebsten bei den anderen Mitgliedern…

  4. Das klingt so simpel, bin nur leider selber nicht drauf gekommen. Habe ich doch gleich umgesetzt und bin gespannt wie sich damit leben lässt. Danke für die tolle Anregung!

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